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Außerordentliche Kündigung: Gründe und Ausschlussfristen

Die außerordentliche Kündigung ist auch als fristlose Kündigung bekannt. Bei der fristlosen Kündigung besteht keine reguläre Kündigungsfrist, weil das Dienstverhältnis sofort beendet werden soll. Der Arbeitgeber kann fristlos die Kündigung aussprechen – der Arbeitnehmer kann sie ebenfalls fristlos einreichen. Hierfür müssen Umstände gegeben sein, die eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses und ein Abwarten der Kündigungsfrist unzumutbar werden lassen. Es sind sogleich alle Tatsachen des Einzelfalles zu berücksichtigen und die Interessen der Vertragsparteien abzuwägen. Ich, Rechtsanwalt Günther Alexander Wurst, stehe Ihnen hierbei beratend zur Seite.  

 

Gründe für eine außerordentliche Kündigung

Für eine wirksame außerordentliche Kündigung muss ein wichtiger Grund gegeben sein. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn objektive Tatsachen das Arbeitsverhältnis erheblich belasten. Dabei kommen regelmäßig betriebs-, personen- und verhaltensbedingte Gründe in Betracht. Eine außerordentliche Kündigung erfolgt jedoch vordergründig aus verhaltensbedingten Gründen.

Eine fristlose Kündigung aus betriebsbedingten Gründen ist nur selten zulässig. Voraussetzung dafür ist, dass der Arbeitsplatz weggefallen ist und eine Weiterbeschäftigung unter Einsatz aller zumutbaren Mittel des Arbeitgebers nicht mehr möglich ist.

Personenbedingte Gründe sind nur dann für eine Kündigung zulässig möglich, wenn durch diese eine konkrete Störung des Arbeitsverhältnisses entsteht. Gründe könnten unter anderem gewisse Krankheiten oder eine fehlende charakterliche Eignung sein. Des Weiteren ist eine Kündigung durch die Verbüßung einer Freiheitsstrafe, den Verlust der Ausbildungsbefugnis eines Ausbilders oder auch durch den Entzug der Fahrerlaubnis eines Berufskraftfahrers möglich.

Vertragswidriges Verhalten des Gekündigten stellen die verhaltensbedingten Gründe dar. Es muss eine objektive, rechtswidrige und schuldhafte Pflichtverletzung aus dem Arbeitsvertrag vorliegen. Fahrlässigkeit reicht dabei bereits aus. In Betracht kommen starke Beleidigungen durch den Arbeitgeber, ausländerfeindliche Aussagen, schwerwiegende Störungen des Betriebsfriedens, Freiheitsstrafen, die Annahme von Schmiergeldern oder auch Straftaten wie Diebstahl.

 

Ausschlussfristen der außerordentlichen Kündigung

Gemäß § 626 Abs. 2 BGB kann eine außerordentliche Kündigung innerhalb von zwei Wochen durchgeführt werden. Diese Frist fängt ab dem Zeitpunkt an, ab dem derjenige, der zur Kündigung berechtigt ist, Kenntnis vom wichtigen Grund erhalten hat. Die Frist gilt dabei für alle Vertragsparteien.

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